Dienstleistungen

Unsere Verfahren für professionelle Bodenkundliche Baubegleitung

Schritt 01

Analyse

Prüfung der Planungsunterlagen, Erstellung eines BBB-Konzepts (&Plan), Teilnahme an Bauvorbesprechungen, Klärung mit Behörden

Schritt 02

Begleitung

Regelmäßige Baustellenbegehungen, Überwachung des Bodenumschlags (Abtrag, Lagerung, Wiedereinbau, Rekultivierung), Dokumentation, Ansprache von Störungen & Schulung Baustellenpersonal /Akteure.

Schritt 03

Berichterstattung

Detaillierte Berichte dokumentieren die Ergebnisse und stellen die Transparenz sicher.
Erstellung des normgerechten, gerichtsfesten BBB-Schlussberichts

Aerial photo showcasing large industrial water tanks amidst lush countryside landscape under cloudy sky.

Bodenkundliche Baubegleitung

Unsere bodenkundliche Baubegleitung (BBB) erfolgt gemäß DIN 19639, um eine fachgerechte Umsetzung von Bodenschutzmaßnahmen auf höchstem Niveau sicherzustellen. Sie gewährleistet, dass sämtliche bodenschutzrechtlichen Vorgaben und technischen Standards während der gesamten Bauphase konsequent eingehalten werden.

Die Notwendigkeit dieser Bestimmung ergibt sich insbesondere aus der hohen Empfindlichkeit von Böden gegenüber mechanischen Belastungen, Verdichtung, Durchmischung und Kontamination im Zuge von Bauarbeiten. Ohne eine qualifizierte fachliche Begleitung besteht ein erhebliches Risiko, dass die natürlichen Bodenfunktionen – wie Wasserhaushalt, Filter- und Pufferleistung sowie Lebensraumfunktion – dauerhaft beeinträchtigt werden.

Die BBB dient dabei nicht nur der reinen Überwachung, sondern übernimmt eine zentrale Steuerungs- und Beratungsfunktion auf der Baustelle. Sie stellt sicher, dass Eingriffe in den Boden minimiert, geeignete Witterungs- und Befahrbarkeitsbedingungen berücksichtigt sowie standortangepasste Schutz- und Rekultivierungsmaßnahmen umgesetzt werden.

Darüber hinaus ist die Anwendung der DIN 19639 erforderlich, um rechtliche Anforderungen aus dem Bodenschutz- und Wasserrecht einzuhalten und die Genehmigungsfähigkeit von Bauvorhaben zu sichern. Sie reduziert somit nachweislich Haftungsrisiken für Bauherren und ausführende Unternehmen, indem potenzielle Schäden frühzeitig erkannt und vermieden werden.

Insbesondere im Zusammenspiel mit der ökologischen bzw. umweltbaubegleitenden Überwachung (ÖBB/UBB) wird eine ganzheitliche Betrachtung der Umweltwirkungen erreicht. Während die BBB den Fokus auf den Schutz und die Funktionserhaltung des Bodens legt, ergänzt die ÖBB/UBB diese um weitere Schutzgüter wie Vegetation, Gewässer und Fauna.

Insgesamt ist die Bodenkundliche Baubegleitung nach DIN 19639 ein unverzichtbares Instrument für eine nachhaltige, rechtssichere und wirtschaftliche Bauausführung, da sie sowohl ökologische als auch technische und rechtliche Anforderungen integriert.

Bestimmung
Wasserdurchlässigkeit & Wasserretentions-verhalten

Die präzise Ermittlung der Wasserdurchlässigkeit nach DIN 19683-9 sowie des Wasserretentionsverhaltens nach DIN 11274 stellt eine wesentliche Grundlage für die Beurteilung von Boden- und Substrateigenschaften dar. Beide Parameter sind entscheidend für die Bewertung des Wasserhaushalts, insbesondere im Kontext von Bauvorhaben mit ökologischer Baubegleitung (ÖBB/UBB).

Die Wasserdurchlässigkeit beschreibt die Fähigkeit eines Bodens, Wasser zu transportieren, und ist maßgeblich für die Versickerungsleistung, die Vermeidung von Staunässe sowie die Sicherstellung einer funktionierenden Entwässerung. Sie liefert wichtige Erkenntnisse für die Planung von Versickerungsanlagen, Vegetationsflächen und technischen Bauwerken.

Das Wasserretentionsverhalten hingegen gibt Aufschluss darüber, wie viel Wasser ein Boden speichern kann und in welchem Maße dieses den Pflanzen zur Verfügung steht. Es ist damit ein zentraler Parameter für die Beurteilung der pflanzenverfügbaren Wassermenge, der Vegetationsentwicklung und der langfristigen Bodenfunktion.

Erst die kombinierte Betrachtung beider Kenngrößen ermöglicht eine ganzheitliche Bewertung des Bodenwasserhaushalts: Während die Wasserdurchlässigkeit Aussagen über die Dynamik des Wasserflusses liefert, beschreibt das Retentionsverhalten die Speicherfähigkeit und Verfügbarkeit des Wassers. Beide Bestimmungen sind daher komplementär und unverzichtbar, um fundierte Aussagen zur Eignung von Böden und Substraten im Sinne nachhaltiger Bau- und Umweltplanung treffen zu können.

A small green plant sprouts from dark, rich soil, symbolizing new growth and potential.
Dynamic view of red soil erosion in a rugged, arid terrain with scattered vegetation.

Bodenphysikalische- & hydraulische Messungen

Die Erhebung der hydraulischen Eigenschaften des Bodens nach DIN 11272 bildet eine wesentliche Grundlage für die fachgerechte Planung und Dimensionierung von Entwässerungsmaßnahmen im Rahmen der Baubegleitenden Bodenuntersuchung (BBB) sowie in Anlehnung an die ökologische und umweltbaubegleitende Überwachung (ÖBB/UBB).

Die Bestimmung dieser Parameter ist erforderlich, um das Versickerungs- und Abflussverhalten von Wasser im Boden realitätsnah bewerten zu können. Hierzu zählen insbesondere Kenngrößen wie die gesättigte und ungesättigte hydraulische Leitfähigkeit, die Infiltrationsrate sowie das kapillare Wasserhaltevermögen. Diese beeinflussen maßgeblich, ob Niederschlagswasser versickern kann, oberflächlich abfließt oder zu Staunässe führt.

Die Notwendigkeit dieser Bestimmungen ergibt sich aus mehreren fachlichen und planerischen Anforderungen:
Zum einen ermöglichen sie eine belastbare Auslegung von Entwässerungssystemen, wie Mulden, Rigolen oder Drainagen, wodurch sowohl technische Funktionssicherheit als auch Wirtschaftlichkeit gewährleistet werden.
Zum anderen sind sie entscheidend für den vorsorgenden Bodenschutz, da Fehlbewertungen zu Bodenverdichtungen, Erosion oder Beeinträchtigungen des natürlichen Wasserhaushalts führen können.

Darüber hinaus leisten diese Messungen einen wichtigen Beitrag zur Einhaltung wasserwirtschaftlicher und umweltfachlicher Vorgaben. Insbesondere im Rahmen von ÖBB/UBB dienen sie dazu, Eingriffe in den Boden zu minimieren, die natürliche Bodenfunktion zu erhalten und negative Auswirkungen auf angrenzende Ökosysteme zu vermeiden.

Insgesamt sind bodenphysikalische und hydraulische Messungen unverzichtbar, da sie die Grundlage für eine integrative Betrachtung von Wasserhaushalt, Bodenschutz und nachhaltiger Flächenentwicklung bilden und somit sowohl technische als auch ökologische Anforderungen gleichermaßen berücksichtigen.

Beratungsdienstleistungen

Unser Expertenteam bietet Beratungsdienstleistungen zu bodenschutzrechtlichen Fragestellungen, um sicherzustellen, dass Ihre Bauprojekte allen gesetzlichen Anforderungen gerecht werden. Wir helfen Ihnen, potenzielle Risiken zu minimieren und umweltfreundliche Praktiken zu implementieren.

Yellow bulldozer in forest clearing preparing soil for landscaping project.

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